AUTO &
GESUNDHEIT
Herausgeber:
Ärztinnen und Ärzte für eine gesunde Umwelt,
Österreich
Inhalt:
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Vorwort
Einleitung
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Gesundheitliche Risiken im
Autoinnenraum
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S. 10
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Luftverschmutzung
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S. 26
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Klimawandel und
Gesundheit
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S. 38
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Lärmbelastung
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S. 46
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Nutzen
körperlicher Bewegung
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S. 56
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Autounfälle
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S. 64
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Psychosoziale Auswirkungen des
Autoverkehrs
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S. 72
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Tipps,
Tricks und Empfehlungen
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S. 82
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Einleitung:
Mobilität hat in
unserer Gesellschaft einen hohen Stellenwert. Wir alle
profitieren davon, dass Menschen und Güter sehr
kostengünstig transportiert werden können. Doch
schon seit den ersten Erfindungen motorisierter
Mobilität wurden die problematischen Auswirkungen auf
die menschliche Gesundheit und das Wohlbefinden erkannt, so
etwa von Arthur Schopenhauer (1788-1860). Der Philosoph hat
mehrere der Gesundheitsauswirkungen des Verkehrs -
Luftverschmutzung, Lärm, Unfälle, psychische und
soziale Einflüsse -, die wir in dieser Broschüre
zusammenfassen, schon sehr früh erkannt. Weiters
formulierte Schopenhauer: "Das Reisen wird zur allgemeinen
Raserei getrieben."
* Zwar haben sich Schadstoff- und
Lärmausstoß einzelner Fahrzeuge laufend
verbessert, doch werden diese Verbesserungen durch die
ungebrochene Zunahme des Verkehrsvolumens teils mehr als
kompensiert. In Österreich hat sich der Personenverkehr
auf der Straße seit 1980 mehr als verdoppelt, der
Güterverkehr sogar fast auf das Dreifache zugenommen.
Die Wachstumsraten haben dabei nach 1990 eher noch
zugenommen.
* Das Verkehrswachstum ist nicht
gleichmäßig verteilt. Der sogenannte "Modal
Split", der Anteil der Verkehrsmittel an der
Gesamtmobilität, verändert sich immer mehr zu
Gunsten des individuellen Straßenverkehrs und des
Flugverkehrs und zu Lasten der Bahn und der körperlich
aktiven Verkehrsarten Radfahren und Gehen. Der Flugverkehr
wächst schneller als der Straßenverkehr. In ganz
Österreich hat sich die Zahl der (An- und
Ab-)Flüge seit Ende der 80er Jahre mehr als verdoppelt,
am größten österreichischen Flughafen
(Wien-Schwechat) sogar verdreifacht. Weitere Ausbauten von
Wien-Schwechat sind geplant.
* Pro Tag werden in
Österreich im Durchschnitt knapp vier "Reisen"
unternommen. Ein hoher Prozentsatz der Wege wird dabei im
Rahmen der Freizeit unternommen (wobei das Problem des
Auto-Freizeitverkehrs meist unterschätzt wird). Die
Hälfte aller Autofahrten sind kürzer als 5 km, ein
Viertel unter 2 km. Würde man diese 2 km zu Fuß
zurücklegen, hätte man sich bereits 30 Minuten
bewegt (die pro Tag empfohlene "Dosierung"). Übrigens
verbringen Österreichs Männer rund viermal so viel
Zeit im Verkehr wie mit Kinderbetreuung.
* In den EU-Ländern wird
rund 14% des Einkommens für Personenverkehr
ausgegeben.
* Insgesamt verbrauchen
Straßen und Parkplätze in Osterreich bereits eine
Fläche von annähernd 2.000 Quadratkilometer.
* Der Verkehr ist für rund
30% des Energieverbrauches und damit auch des
Kohlenstoffdioxid-Ausstoßes verantwortlich. Im
Gegensatz zu anderen Sektoren ist der Energieverbrauch des
Verkehrs stetig im Steigen begriffen, wodurch sich dieser
Prozentsatz noch weiter vergrößern wird. Von 1990
bis 2003 sind die CO2-Emissionen des Verkehrs in Osterreich um 83
Prozent gestiegen. Der Verkehr verursacht damit bereits mehr
Kohlenstoffdioxid-Emissionen als die Industrie. Soweit zur
kurzen statistischen Einführung mit ihren
beunruhigenden Zahlen.
Die Broschüre
widmet sich umweltmedizinisch relevanten Belastungen durch
den Autoverkehr und den verschiedenen Gesundheitseffekten
motorisierter Mobilität. Behandelt werden etwa Effekte
durch körperlichen Bewegungsmangel, Unfallrisiko,
Klimaerwärmung, Lärm und Luftverschmutzung. Neben
der Beschreibung dieser Folgeerscheinungen des Verkehrs
werden auch weniger bekannte Themen wie z.B. die
Schadstoffbelastung des Autoinnenraums u.a. mit diversen
Chemikalien und Feinstaub oder erhöhte
elektromagnetische Belastungen durch Handy- Telefonate im
Auto erörtert. Damit wird der PKW aus mehreren -
umweltmedizinischen - Blickwinkeln betrachtet.
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